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Montefiore Conca

Montefiore Conca

MONTEFIORE CONCA

Montefiore Conca ist ein Ort, der das gesamte Valconca-Tal überblickt und sich genau an der Grenze zum Herzogtum von Urbino befindet. Innerhalb seiner Mauern, in seinen Kirchen und Winkeln stößt man auf wertvolle Kunstwerke, aber auch auf kleinen Anzeichen des täglichen Lebens aus längst vergangener Zeit, lebendige Zeugnisse antiker Handwerkerberufe. Wenn man von den hohen Mauern aus, von den kleinen Plätzen und aus den Fenstern der Häuser in die eine Richtung blickt, sieht man das nahe gelegene Meer. Blickt man in die entgegengesetzte Richtung, sieht man ein eher ländliches Gebiet, das mit Olivenbäumen durchsetzt und mit Kastanienbäumen, Eichen und kleinen Wäldern bedeckt ist, die zu einem Spaziergang auf alten Straßen und Pfaden einlädt. All diese Dinge, vereint mit einer spürbar ruhigen Atmosphäre, mit traditionellen Festen und Veranstaltungen, mit guten Lokalen in denen man hervorragend essen und trinken kann, machen aus Montefiore einen ganz besonderen Ort.

Bei einem Spaziergang durch Montefiore können niemandem die Zeichen einer überaus respektablen Vergangenheit verborgen bleiben, und sei es nur wegen der mächtigen Burg oder wegen der deutlich sichtbaren mittelalterlichen Struktur der noch bewohnten Häuser. Die günstige Lage des Territoriums, das sich vom Berg Monte Auro von einer Höhe von 480 Metern bis hin zu den fruchtbaren Terrassen des Flusses Conca ausstreckt, hat einige Bevölkerungen dazu angeregt, sich seit uralten Zeiten in dieser Gegend anzusiedeln. Prähistorische Fundstücke, archaische, auf die Eisenzeit zurückgehende Grabmäler und Überreste von großen, römischen Siedlungen zeugen von der Anwesenheit des Menschen schon lange vor dem Mittelalter, der Epoche in der, der Ort seine glorreichsten Tage erlebte.

Schon seit dem frühen Mittelalter verknüpft sich die Geschichte Montefiores mit der, der Stadt Rimini, im Jahr 1302 versuchen die Burgherren sich dieser gesetzgebenden Gewalt zu entziehen, aber die Androhung einer Belagerung unterdrückt die Rebellion. Dadurch, das die Malatestianer an die Macht kommen, erlebt Montefiore eine Zeit der großen Entwicklung und nimmt ein bißchen die Rolle des wichtigsten Zentrums im Tal an. Diese Familie wählte Montefiore, um eine der größten und uneinnehmbarsten Burgen zu errichten, der sowohl die Rolle, der strahlenden Residenz für Repräsentationszwecke als auch die, der strategisch-militärische Rolle einer Festung an der Grenze zu dem Herzogtum Urbino zugewiesen wurde.

Die Burg wurde etwa Mitte des 14. Jh. erbaut und von den Malatestianern über 100 Jahre lang bewohnt. Hier wurde im Jahre 1377 Galeotto Novello Malatesta geboren und aufgrund seines Geburtsortes nannte man ihn Belfiore. Ab dem Jahre 1432 hob Sigismondo Pandolfo, die berühmteste Persönlichkeit der malatestianischen Dynastie, die Bedeutung der Burg hervor, im Ort entstanden viele bürgerliche und religiöse Institutionen, wie die Klöster, Hospize und ein Pfandhaus. Mit der Niederlage der Malatestianer beginnt für Montefiore, wie für viele andere Ortschaften dieser Gegend der Wechsel verschiedener Herrschaften. Es regierten die Guidi di Bagno, die Borgia, die venezianische Republik und die doppeldeutige Persönlichkeit des Costantino Comneno, Prinz von Mazedonien, der im Jahre 1530 ausgerechnet hier starb. Nach dem Wechsel unter den Kirchenstaat und die kurze Episode der cisalpinen Republik folgt der Ort den Schicksalswegen, die zur Entstehung des italienischen Staates führten.

Die Natur

Die umgebende Landschaft hat viele Besonderheiten vorzuweisen wie z.B.  Kastanienwälder die an Olivenhaine grenzen. Das ausgewogene Verhältnis zwischen bebautem und unbebautem Land trägt dazu bei, das das Landschaftsbild besonders schön und auf irgendeine Weise ,,wild” wirkt.

Sie ist ohne Zweifel eines der besterhaltendsten Gebiete; hier geben die Hügel ihr Bestes und laden noch zu langen Spaziergängen fernab der bewohnten Gegenden ein. Die Präsenz von Kastanien- und Olivenbäumen, so nah beieinander ist eine Naturrarität. Auch andere seltene Pflanzen lassen sich in den kleinen Tälern um das Dorf herum finden.

Von besonderem Interesse ist das Ventena Tal in Gemmano, in dem sogar faunistische Besonderheiten, wie das Stachelschwein, das Reh, das Wildschwein leben.
Zahlreiche Pfade führen entlang des Baches und den nahe gelegenen Anhebungen bis zu den ersten Hügeln der Marken und dem Naturschutzgebiet der Höhlen in Onferno.

In der Burg

Brunnen im Hof der Burg von Montefiore ConcaDie Festung beeindruckt sofort durch ihre solide Geometrie und ihren komplexen Umfang. Ihre Ursprünge reichen auf das Jahr 1340 zurück. Nachdem man die verschiedenen Zugangspforten, in deren letzterem ein wertvolles Wappen der Malatestianer eingemauert ist, durchquert hat, gelangt man zu dem ersten Rundgang und dann zu einem Innenhof, in dem sich ein über eine große Zisterne erbauter Brunnen befindet, der Verzierungen aus dem 14. Jh. aufweist.

Im darüber liegenden Stockwerk kann man einen schönen SaaI mit einem Kreuzgewölbe bewundern, wo einige Fresken des Jacopo Avanzi, seltene Stücke der weltlichen Malerei des 14. Jh. ausgestellt sind. Ein weiterer, noch zu restaurierender Saal, der im allgemeinen der SaaI des Imperators, bzw. Kaisers genannt wird, bewahrt auf seinen Wänden Fresken des Avanzi’s mit Schlachtszenen.

Weiter oben gelangt man auf die, auf dem höchsten Punkt der Festung gelegene, Terrasse: hier ist die Aussicht wirklich beeindruckend. Innerhalb der Burgmauern, wo sich einst Päpste, Prinzen und Kaiser aufhielten, werden heute von Mai bis September Ausstellungen von Künstlern nationaler und internationaler Herkunft beherbergt.

Die Wallfahrtskirche

Die Madonna di Bonora in der Wallfahrtskirche in Montefiore ConcaEtwa einen Kilometer weit entfernt vom Dorf befindet sich die Wallfahrtskirche der Mutter Gottes von Bonora. Es handelt sich hierbei um einen der berühmtesten Orte der Marienverehrung in der Gegend von Rimini. Er ist das Ziel von Wallfahrten und Besuchen seitens der Bewohner aus allen Tälern der Umgebung.

Die Gläubigen der Bevölkerung schreiben dem Bild der Mutter Gottes mit dem sich nährenden Kind in der Kirche zahlreiche Gnadenerweisungen zu; davon zeugen die zahlreichen Weihegaben, die in der Sakristei ausgestellt sind. Die Entstehung der Wallfahrtskirche wird auf das Werk eines Eremiten namens Ondidei Bonora auf Anfang des 15. Jh. zurückgeführt.

Die Kunst

Fresken aus dem 15. Jh. in der kleinen Hospizkirche von Montefiore ConcaBedeutende Kunstwerke befinden sich noch heute in verschiedenen Gebäuden von Montefiore. Es handelt sich um Werke, die von einem bürgerlichen und religiösen Leben zeugen, das durchaus reich und abwechslungsreich war. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die bereits erwähnten, in der Festung aufbewahrten Fresken des Jacopo Avanzi. Leider ist ein großer Teil noch unzugänglich, aber ihr historischer und kunsthistorischer Wert wird sehr hoch geschätzt.Altarbild der barmherzigen Mutter Gottes der Kirche des Heiligen Paulus in Montefiore

Interessant sind auch die Stücke der Fresken aus dem 15. Jh. in der kleinen Hospizkirche die, Seeliggesprochene und Auferstehhende darstellen, die ihrem überirdischen Schicksal zustreben. In der Kirche des Heiligen Paulus kann man ein Kreuz der rimineser Schule aus dem 14. Jh. und ein schönes Gemälde (das Altarbild der barmherzigen Mutter Gottes) aus den Anfängen des 16. Jh. betrachten, das heute dem Luzio Dolci zugeschrieben wird.

Auf dem Monte Auro liegt die Kapuzinerkirche (im 1574 erbaut), die der Dreifältigkeit geweiht ist. Am Karfreitag steigt eine Prozession von dieser Kirche herab nach Montefiore.

Das Theater

Das Gemeinde-Theater Malatesta ist em kleines Juwel, das seinen alten Glanz durch die kürzlich vorgenommene Restaurierung zurück gewonnen hat. Es stammt aus dem 19. Jh. und hat einen “U” förmigen Grundriss mit zwei Rängen und einem Parkett von insgesamt 160 Plätzen. Die moderne Umstrukturierung erlaubt heute die Organisation von professionellen Aufführungen, die Veranstaltung von Theaterwerkstätten und die Programmierung von zahlreichen Vorstellungen, die das ganze Jahr hindurch stattfinden.

Karfreitag

Sepolcro dell'OspitaleSeit hunderten von Jahren wird der Karfreitag in Montefiore mit einer berühmten dramatischen Prozession gefeiert.

Die Prozession, die aus mit Kapuzen bedeckten Kongregationsmitgliedern, dem das Kreuz tragenden Simon von Kyrene, den römischen Soldaten, den Engeln und anderen Figuren der Christuspassion zusammensetzt ist, steigt vom Berg Monte Auro herab und führt bis zur Gemeindekirche in den Burgmauern.

Von hieraus geht der Weg weiter zur Hospizkirche, wo die Statue des verstorbenen Christus niedergelegt und geküsst wird.

Die Atmosphäre, die Kostüme, die Fackeln und die Klänge der Kapelle machen aus diesem Ritus einen besonders beeindruckenden Moment der Religiösität und der volkstümlichen Kultur.

Rocca di Luna

In den Vollmondnächten im Juli findet Rocca di Luna statt. Es handelt sich um drei Feiertage, in den verschiedene Theateraufführungen, Musik- Dichter- und Kunstvorstellungen sowie vieles mehr organisiert wird.

Rocca di Luna - Montefiore ConcaDas ganze alte Dorf, die malerischsten Plätze und Gassen verwandeln sich in einen Treffpunkt und Kultur- und Unterhaltungs-Treffpunkt.

Das Kastanienfest

Das ist eine Verabredung im Oktober (an jedem Sonntag) mit der Frucht der hiesigen Hügel. Kastanienbäume, die so nah am Meer wachsen, sind eine echte Rarität.

Kastanien werden in diesen Tagen, zum Kosten, auf jede erdenkliche Art zubereitet, . Es gibt Musik und Tanz, Aufführungen, einen kleinen gastronomischen Markt mit einheimischen Produkten wie Wein und Schafskäse.

Das Olivenfest

Es findet im November im Ortsteil Serbadone statt. Es bietet eine günstige Gelegenheit, dieses wertvol!e Produkt der Olivenhaine, die Montefiore umgeben, zu erwerben.

Das Lebendige Krippenspiel

KrippenspielZu Weihnachten werden die Burgwege ein Schauplatz eines großen Krippenspiels.

Die Darsteller in zeitgemäßen Kostümen die, die Szenen des täglichen Lebens an jeder Ecke rekonstruieren, machen aus diesem Schauspiel ein mittlerweile weit bekanntes Stelldichein.

Tourenauszug aus:
“Montefiore Conca un borgo un sogno”
Comune di Montefiore